Jan 282015
 

Stromtrasse Südlink Erdkabel in Gabriels Wahlkreis?

Bürgerinitiative fordern, die geplante Stromtrasse Südlink unter die Erde zu legen – meist ohne Erfolg. In der Region Peine/Hildesheim soll es allerdings eine Ausnahme geben. Das Pikante: Ausgerechnet der Wahlkreis von SPD-Chef Sigmar Gabriel könnte demnach in den Genuss der Erdverkabelung kommen.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Erdkabel-in-Gabriels-Wahlkreis

 Posted by at 21:51
May 062014
 

Einspruch gegen die geplante Stromtrasse Ost – Süd
Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die geplante Stromtrasse möchte ich einen fristgemäßen Einspruch erheben. Sie ist nicht nur umweltschädlich und gesundheitsgefährdend, sondern auch ökonomisch sinnlos und entspricht nicht der politisch geforderten umweltgerechten Energiewende. Wir lehnen sie daher komplett ab.

Ich möchte folgende Argumente anbringen:
Die Stromtrasse ist möglicherweise gesundheitsgefährdend, da die verwendete Technologie noch nicht auf ihre Verträglichkeit geprüft wurde. Dies in einem Experiment an uns Bürgern einfach auszuprobieren ist unerträglich!
Das Thema gesundheitliche Beeinträchtigung wird in der Planungsausführung nach wie vor ignoriert, es ist nicht in der Sensitivitätsanalyse enthalten. Zur Reduktion der potentiellen Gesundheitsbelastung könnte eine Erdverkabelung eingesetzt werden. Darüber werden aber keine Aussagen in der Planungsausführung getroffen.
Zudem gibt es bis jetzt in Ihrer Planung keinen ausgewiesenen Mindestabstand zwischen der Stromleitung und bewohnten Gebieten oder besonders schutzbedürftigen Gebieten. Ganz konkret ist dies hier in der Gemeinde Neunkirchen: Der Korridor der Stromtrasse führt über Ortsteile Speikerns, direkt durch die Ortschaften Kersbach und Weißenbach und über einen Kinderspielplatz.
Dies widerspricht dem Versprechen der Firma Amprion nicht neben, oder über öffentlichen Spielplätze zu planen.

Das örtliche Wasserschutzgebiet mit unserem Trinkwasserbrunnen und das an den Ort angrenzende Naturschutzgebiet werden ebenfalls durchquert. Dies ist ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in den Landschafts- und Naturschutz. Große Bestände
an Wald müssten auch in unserem Gemeindegebiet gerodet werden.

Die Stromtrasse entspricht nicht der grünen Energiewende, die von der Politik geplant und von den Bürgern eingefordert wird, da über die Stromtrasse kaum regenerative Energien, sondern hauptsächlich Kohlestrom transportiert werden soll, eine der umweltschädlichsten Energien überhaupt! Wir wehren uns auch gegen Pläne, über die Stromtrasse eine Anbindung an den europäischen Markt und billigen Atomstrom aus unseren östlichen Nachbarländern zu bekommen. Wir wollen stattdessen auf regenerativen, regional und ökologisch erzeugten Strom setzen. Alles andere lehnen wir ab!

Unsere Gemeinde, die zu einem großen Teil von der schönen Natur lebt, sowohl als
Naherholungsgebiet mit Tourismus, als auch als Wohngebiet, verliert durch die
gesundheitsgefährdende und Landschaft zerstörende Stromtrasse an Attraktivität. Wer will schon unterhalb einer Starkstromtrasse Urlaub machen? Wir sind uns sicher, dass durch diese Trasse unsere Gemeinde für den Zuzug junger Familien, wie auch die Ansiedlung neuer Firmen, deutlich unattraktiver wird, was zu unabsehbaren, langfristigen Konsequenzen der Gemeindeentwicklung
führt. Langfristig werden viele Bürger fortziehen, was dazu führt, dass die öffentlichen Aufgaben, wie Müllabfuhr, Wasserkosten und Straßenbau auf die verbleibenden Bürger verteilt werden müssen.

Die hiesigen Landwirte haben erhebliche negative Auswirkungen zu befürchten:
Wer will das von den örtlichen Bauern angebaute Gemüse essen, das dann ebenfalls belastet ist?

Durch die Stromtrasse wird unsere Gemeinde Bürger verlieren, unsere Naherholungsgebiete werden gemieden werden, die wunderschöne Landschaft zerstört und unsere Häuser werden nichts mehr wert sein. Zu all dem kommt noch der ungerecht verteilte Wertverlust kurz- und langfristiger Art von Grundstücken und Wohneigentum. Sie planen unsere Lebensgrundlage zu zerstören und unsere
Ersparnisse zu vernichten. Dagegen wehren wir uns und erheben Einspruch!
Die zu erwartenden Kosten stehen in keinem rechtfertigbaren Verhältnis zu dem erhofften Nutzen im Vergleich zu einer dezentralen Energieversorgung, die ebenfalls der gewünschten Energiewende entspricht.

Durch den Stromtransit tragen wir, die betroffenen Bürger der Gemeinde Neunkirchen am Sand und unsere Gemeinde die Lasten der Energiewende überproportional, was den Gleichheits- und Gerechtigkeitsgrundsatz der deutschen Verfassung verletzt.

Es gilt auch die grundsätzliche Anfälligkeit einzelner Leitungen gegen den Terrorismus und andere Ausfallgrunde gegenüber einer dezentralen Stromversorgung mit neuronalen Netzwerkaufbauten, die aus sich selbst heraus bereits stabil sind, redundant und somit wenig angreifbar sind.
Aus all diesen Gründen erheben wir Einspruch gegen der Süd/Ost Trasse und werden uns als einzelne Bürger und über unseren Bürgerverein massiv dagegen wehren.

Wenn die Notwendigkeit der Gleichstrompassage Süd/Ost dennoch von unabhängigen Gremien festgestellt sein sollte und realisiert wird, dann fordern wir:
– den Trassenverlauf entlang vorgeschädigter Flächen (z.B. durchgehend an Autobahnen oder Bahnlinien)
– Erdverkabelung in sensitiven Bereichen, wo Wohngebiete zu nahe (näher als 1 km) kommen
– eine angemessene Entschädigung der Eigentümer zu den marktüblichen Preisen von vor der Stromtrassenplanung.

Die Energiewende ist ein Projekt der gesamten Gesellschaft: Höhere Kosten wie durch Verkabelung müssen alle Bürger tragen. Nur so ist gesellschaftliche Akzeptanz im Sinne der Äußerung von Sigmar Gabriel, „die Menschen bei der Energiewende mitzunehmen“ zu erreichen.

Hochachtungsvoll,

 Posted by at 0:21
Mar 252014
 

Frank Ambros veröffentlichte:”Die BI Leinburg hat den folgenden Brief am 16.03.14 an Marlene Mortler, MdB, Cornelia Trinkl, Nobert Dünkel, MdL und Albert Füracker, MdL versendet. Die BI hatte die Gelegenheit, im Rahmen einer kleinen, nicht öffentlichen CSU-Veranstaltung mit den Politi”

 

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Brief an Bundestags- und Landtagsabgeordnete

by Frank Ambros

Die BI Leinburg hat den folgenden Brief am 16.03.14 an Marlene Mortler, MdB, Cornelia Trinkl, Nobert Dünkel, MdL und Albert Füracker, MdL versendet. Die BI hatte die Gelegenheit, im Rahmen einer kleinen, nicht öffentlichen CSU-Veranstaltung mit den Politikern ausführlich zu sprechen. Die rund 9 Prozent Investitionsrendite für Amprion und die beteiligten Firmen war unseren Gesprächspartnern nach eigener Aussage nicht bekannt.

Die Vermutung, dass die geplante Süd-Ost-Trasse auch deshalb nicht als Erdverkabelung geplant ist, weil sie so auch als Leitung für Wechselstrom dienen könnte, wurde an Alois Karl, MdB, herangetragen. Er wollte bei einem Gespräch mit Amprion der Frage nachgehen, ob dies bestätigt werden könne.

 Der BI Leinburg liegen bis jetzt keine Antworten vor.


Leinburg, 16.03.2014

Unser Gespräch über die HGÜ Süd-Ost am Sonntag, den 23.02.2014, in Lauf

 Sehr geehrte Frau Mortler,

 bei unserem Treffen im Technischen Hilfswerk Lauf am Sonntag, den 23.02.14 um 14.30 Uhr, hatten Sie freundlicherweise ein offenes Ohr für die Sorgen betroffener Bürger wegen der Stromtrasse Süd-Ost (Bad Lauchstädt – Meitingen).

Während des Gespräches, das wir mit Ihnen vor und nach der Veranstaltung führen durften, kam auch die Sprache auf die Art der Finanzierung der HGÜ-Stromtrasse und Sie baten uns dabei um die Angabe unserer Quellen. In diesem Schreiben möchten wir uns auf die Pressemitteilung der Bundesnetzagentur beziehen, da in ihr das Wichtigste zusammengefasst ist.

In der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom 02.11.2011 heißt es: „Wir brauchen Anreize, die den Netzausbau auch bei der Finanzierung beschleunigen“. Aus diesem Grund wurden ab dem 1. Januar 2014 die Zinssätze für Stromnetzbetreiber besonders lohnend gestaltet, wonach die Eigenkapitalrendite jetzt 9,05 Prozent vor Körperschaftssteuer beträgt (Siehe http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/111102EigenkapitalrenditeInvestitionsStromGas.html)

Wir sind der Auffassung, dass diese Art der Finanzierung der Trassen eine versteckte Subvention darstellt, die Lenkungsfunktion von Renditen ist an dieser Stelle völlig aus dem Ruder gelaufen. Aus diesem Grund bezweifeln wir die Notwendigkeit der Stromtrasse, die in ihren völlig überdimensionierten Ausmaßen zwar den Investoren Nutzen bringen mag, den Bürgern in den betroffenen Gebieten jedoch gleichzeitig in unzumutbarer Weise Schaden zufügt. Wie in unserem Gespräch in Lauf ebenfalls erwähnt, gibt es schon jetzt Probleme in unserer Gemeinde – und sicher nicht nur hier – Immobilien zu verkaufen. Mit zunehmendem Problembewusstsein in der Bevölkerung werden Investitionen aller Art im ländlichen Raum mit großer Sicherheit weiter sinken.

Leider ist von Seiten der ausführenden Betreiberfirmen kein Planungsstopp erkennbar. Bürgermeister Lang von der Gemeinde Leinburg wird am 25. März 2014 an einem Seminar der Kommunalwerkstatt teilnehmen, bei dem es explizit auch um die HGÜ-Trasse Bad Lauchstädt – Meitingen gehen wird (Siehe beigefügtes Schreiben Kommunalwerkstatt).

Zudem stellt sich uns die Frage, warum die Strommasten so hoch sein müssen. In Namibia, wo es schon Gleichstromtrassen gibt, sind diese wesentlich niedriger. Kann es sein, dass die Masten zusätzlich auch dazu dienen sollen, Wechselstrom zu transportieren? So würde man mit Hybridmasten mehrere Stromformen gleichzeitig übertragen, die alle Arten von Elektrosmog vereinen. Die gesundheitlichen Belastungen für die Bevölkerung wären in diesem Fall noch verheerender.

Wir bitten Sie deshalb eindringlich, sich weiter für die Interessen der betroffenen Bevölkerung einzusetzen. Die Energiewende, die wir alle unterstützen, darf nicht dazu führen, dass ganzen Landstrichen in Bayern immenser Schaden zugefügt wird. Es kann nicht sein, dass andere wichtige Landesentwicklungsziele Bayerns wie Baukultur, demografische Entwicklung, Tourismus und Denkmalschutz den wirtschaftlichen Interessen von Firmen hintangestellt werden, die im großen Stil durch ganz Europa Strom „verschieben“.

Ministerpräsident Seehofer betonte bei einem kurzen Gespräch in Fürth am 28.02.14 auf unsere Frage, in welchem Zeitraum die betroffenen Gemeinden noch in diesem wirtschaftlich ungünstigen Wartezustand verbringen müssen, es sei keine Angelegenheit von Jahren, sondern es gäbe noch im ersten Halbjahr 2014 eine Entscheidung. Er versprach uns, sich dafür einzusetzen, dass die Trasse nicht kommt.

Auch Sie können als unsere regionale Vertreterin viel dazu beitragen. Dafür herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Dörte Hamann                                               Monika Müller
Alexandra Schwab                                        Marion Trisl

Frank Ambros | März 25, 2014 um 8:00 vormittags | URL: http://www.stromautobahn.de/?p=2081

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